Stell dir vor, Geld ist wie Wasser. Es soll durch die Stadt fließen. Zu den Bäckern , zu den Handwerkern, Geschäften, zu den Familien, zu den Schulen. Dann können alle gut leben. Aber was passiert, wenn etwas schiefgeht? Zu viel Wasser an der falschen Stelle Manchmal wird sehr viel neues Geld gemacht. Das passiert, wenn Banken an die Regierung viele Kredite vergeben. Eigentlich ist das nicht schlimm. Wichtig ist: Wofür wird das Geld benutzt? Wenn viel Geld nicht für Brot, Häuser, Schulen oder Reparaturen da ist, sondern für Dinge, die im Alltag nicht helfen, dann steigen oft die Preise. Das nennt man Inflation . Alles wird teurer, obwohl man nicht mehr bekommt. Und dann fehlt das Geld plötzlich in der Stadt. Gleichzeitig kann es passieren, dass Geld aus der Stadt verschwindet. Es fließt in andere Länder oder an Regierungen im Ausland weg – und kommt nicht zurück. Dann merken die Menschen: Sie können weniger kaufen. Sie sparen aus Angst. Kleine Läden habe...
Der Reformationstag erinnert uns daran, dass Erneuerung nicht von Instutionen ausgeht, sondern vom Gewissen und Handeln des Einzelnen. Als Luther seine Thesen an die Kirchentür schlug, tat er es nicht aus Trotz, sondern aus Verantwortung. Er folgte dem, was stärker war als Furcht: dem eigenen Denken. Dieser Geist der Selbstprüfung, des Mutes und der inneren Freiheit ist zeitlos – und er fehlt uns heute mehr denn je. Freiheit ist kein Geschenk. Sie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen – für sich, füreinander, für das, was sie denken, sagen und schreiben. So beginnt jede demokratische Republik: nicht im Parlament, sondern in den Köpfen und Herzen der Bürger. Freiheit ist kein Zustand, sie ist eine tägliche Übung – und Bildung ist ihr Werkzeug. Freies Denken Drei Jahrzehnte lang habe ich als Rechtsanwalt gearbeitet. Ich glaubte an das Recht, an Ordnung, an die Idee, dass Paragraphen die Welt gerechter machen können. Doch mit den Jahren erkannte ich: Recht schafft keine Gere...